Wandern und Natur pur: der Eifelsteig

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...Loading...

313 Kilometer in 15 Tagen
Der Eifelsteig ist eine 313 Kilometer lange Wanderroute, die sich quer durch die Eifel schlängelt. Abwechslungsreiche Landschaften prägen die Tagesetappen, entsprechend dem Motto “Wo Fels und Wald dich begleiten”. Der seit 2008 beschilderte, nach Qualitätskriterien des Deutschen Wandersiegels als Premiumweg eingestufte Eifelsteig besticht durch beeindruckende Aussichten und Landschaftsformationen. Eine möglichst naturnahe Wegführung erlaubt es dem Wanderer, auf erdbelassenen Pfaden in die Landschaft einzutauchen. Vom flachen Norden, der Krönungsstätte Kaiser Karls des Großen – Aachen – ausgehend, führt der Eifelsteig über den Bergrücken des Hohen Venn, durch wunderschöne Flusstäler, Kalkeifel und Vulkaneifel bis nach Trier. Die 15 Einzeletappen sind zwischen 14 und 29 km lang. Um den Nordeinstieg in den Eifelsteig deutlich zu kennzeichnen, sollen große Bronzenägel auf dem Boden in Kornelimünster angebracht werden.

Naturparadies Eifel
Mit sanften Hügeln, Vulkanformationen und bizarren Felstürmen lockt das Naturparadies Eifel zu diversen Outdooraktivitäten. Der seit 2004 bestehende Nationalpark Eifel umfasst weite Gebiete der Nordeifel und wird alle Natur- und Wasserliebhaber begeistern. Das gesamte Gebiet ist von unzähligen Bächen durchzogen. Eindrucksvolle Stauseen und zahlreiche Flüsse locken, ebenso die berühmten kreisrunden Maare, Seen vulkanischen Ursprungs. Ortschaften mit pittoresken Altstädten laden zum Verweilen ein, während unzählige historische Zeugnisse aus Urzeit, Römerimperium und Karolingerreich ein imposantes Kulturangebot begründen. Der Name Eifel ist geschichtlichen Ursprungs und etwa mit dem karolingischen Eifelgau deckungsgleich, der sich um die Quellen von Urft, Ahr, Erft und Kyll erstreckte.

Unterwegs auf dem Eifelsteig – zwischen wildromantischer Natur und historischen Zeugnissen
Auf der ersten Etappe geht es vorbei am Viadukt der früheren Vennbahn ins Kalksteinbruchgebiet von Walheim. Hier lassen sich historische Trichteröfen zum Kalkbrennen bestaunen.
Am zweiten Tag führt die Wanderung auf federnden Bohlenwegen (Knüppeldamm) über das größte Hochmoor Europas am Hohen Venn. Umgeben von Pfeifengras, vereinzelten Moorbirken und Ebereschen erreicht man die deutsch-belgische Grenze und jenen Felsbrocken, auf dem Kaiser Karl einst übernachtet haben soll. In der ehemaligen Tuchmacherstadt Monschau mit ihrem mittelalterlichen Charakter und vielen kleinen Brückchen, ist das Rote Haus mit seinen Rokoko-Einrichtungen sehenswert. Von der Burg hat man einen traumhaften Rundblick über das enge Rurtal.
Der dritte Tag führt durch hohe Rotbuchenhecken, die schon seit dem 17. Jahrhundert Weideflächen begrenzen und Windschutz bieten. Weniger schön ist das bis 2005 von belgischen Soldaten als Übungsgelände benutzte Gebiet um die Wüstung Wollseifen, ein verlassenes Dorf, dessen Gebäuderuinen als Zielscheiben dienten.
Im Oleftal geht es auf dem Montan-Lehrweg Pingenwanderpfad weiter. Interessierte können sich an Schautafeln über Eisensteinbergbau im Kaller Revier informieren. Bereits die Römer haben in der Eifel Eisen gewonnen.
Die romanische Basilika von Kloster Steinfeld liegt oberhalb von Kall, der Eifelsteig führt weiter ins romantische Urfttal, vorbei am Grünen Pütz, dem Quellort des Römerkanals. Eines der längsten römischen Aquädukte lieferte von hier aus Wasser nach Köln.
Parallel zum historischen Brotpfad erreicht der Wanderer inmitten von Wacholderheiden den Kalvarienberg, der von herrlichen Orchideen bewachsen ist. Gerolstein wartet mit beeindruckenden Felsformationen, den Dolomitfelsen auf. Kletterbegeisterte sollten eine Extratour unternehmen.
Am elften Tag führt der Eifelsteig zum Lieserpfad, einem echten Wander-Geheimtipp. Kreisrunde Maare liegen, von steilen Kraterwänden eingebettet, auf dem Weg, die Manderscheider Oberburg thront majestätisch über dem Tal.
Am nächsten Tag durchs Salmtal mit seinen Mühlen zum Zisterzienser-Kloster Himmerod. Das Museum in der Alten Mühle der Abtei erzählt von der Ordensgeschichte.
Auf der letzten Etappe – vorbei an Burg Ramstein durch schroffes Sandsteingelände mit Höhlen und Felsspitzen – durchziehen etliche Bäche mit Wasserfällen und Hängebrücken das Tal. Vor Trier öffnet sich die Landschaft, der Blick gleitet über die Weinberge der Mosel. Einst Römer-Metropole, mit Porta Nigra, Kaiserthermen und Amphitheater, lädt Trier heutzutage zum abschließenden Stadtbummel.

Egal, ob Wanderer, Radfahrer oder Walker – wildromantische Flusstäler, verzaubernde Burgruinen und einsame Waldpfade begeistern auf einer Trekkingtour durch die Eifel.

Hinterlasse einen Kommentar

*