Ostseehalbinsel Darß – Ein Paradies für Campingfreunde

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Die Ostseehalbinsel Darß liegt knapp 50 km nordöstlich der Hansestadt Rostock, im Nationalpark “Vorpommersche Boddenlandschaft” an der deutschen Ostseeküste. Im Nordwesten grenzt die rund zwölf Kilometer breite und lange Halbinsel an das Fischland, im Osten an die Halbinsel Zingst. Im Norden säumt die Ostsee, im Süden der Saaler und Bodstedter Bodden die Halbinsel. Drei Dörfer sind auf dem Darß entstanden: das Ostseebad Prerow und die Orte Wieck und Born. Die Halbinsel ist weitgehend vom Darßwald bedeckt, der Nordspitze sind jedoch ausgedehnte Sandbänke vorgelagert.
Geologisch ist die Halbinsel Darß noch sehr jung. Sie ist am Ende der letzten Eiszeit vor rund 12.500 Jahren entstanden. Die Geschichte der Besiedlung reicht aber bis in die Steinzeit zurück. Um 600 n. Chr. wurde das ursprünglich germanische Darß von den Slawen besiedelt. Die Spuren der dieser Zeit sind noch heute zu finden. So leitet sich der Name Darß vom altslawischen Wort für den Dornbusch, dračĭ, ab. In der Zeit zwischen dem Dreißigjährigen Krieg und der Epoche Napoleons war die Halbinsel lange unter schwedischer, für einige Jahre auch unter dänischer Herrschaft. Im der Ära der Segelschifffahrt unterhielten die Dörfer Prerow, Wieck und Born stattliche Flotten, die einigen Wohlstand brachten. Nach dem Niedergang der Segelschifffahrt öffnete sich der Darß bereits im frühen 19. Jahrhundert der touristischen Erschließung. Heute ist der Tourismus zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor der Halbinsel geworden.

Der Darß als des Campers Paradies
Neben einem großen Hotel in Prerow, zahlreichen kleinen Ferienhäusern und Pensionen kommen im Darß vor allem Camper auf ihre Rechnung. Im Regenbogen Camp Prerow, das sich auf mehr als zwei Kilometern an der Nordküste erstreckt, kann der Gast seine Zelte mitten in den Dünen aufbauen. Das Camp bietet rund 1.200 Stellplätze. Die Infrastruktur besteht aus 9 Sanitärgebäuden, einem Selbstbedienungsmarkt, einer Bäckerei, einem altdeutschen und einem italienischen Restaurant, einem Campingshop, mehreren Cafés und Imbissbuden. Das Regebogen Camp Prerow ist ganzjährig geöffnet, zwischen 1.11.-15.12. aber nur eingeschränkt erreichbar.
Auf der anderen Seite der Halbinsel, im Süden, liegt das Regenbogen Camp Born. Es befindet sich direkt am Rande des Nationalparks “Vorpommersche Boddenlandschaft” und ist all jenen zu empfehlen, die eine unberührte Natur in aller Ruhe genießen wollen. Rund 650 Stellplätze stehen den Campern zur Verfügung. Das Camp ist vom 1. April bis zum 15. Oktober geöffnet und der ideale Ausgangspunkt für Erkundung des Darßer Urwaldes, der berühmten Windflüchter und der unberührten Boddenlandschaft.

Radfahren, Wandern und Nordic-Walking auf der Halbinsel Darß
Da viele Gebiete für motorisierte Fahrzeuge gesperrt sind, erkundet man die Halbinsel am besten zu Fuß oder mit dem Rad. Den Darß umspannt ein weitläufiges Radwegenetz. Karten sind in den Infostellen erhältlich, Fahrräder können in den Dörfern ausgeliehen werden. Wer auf sein eigenes Rad nicht verzichten will, der nimmt seinen Drahtesel auf den Fahrgastschiffen mit. Zwischen Mai und September werden die Fahrräder auch mit den Bussen (im Fahrplan mit dem “H” gekennzeichnet) transportiert.
Wanderer erkunden die Halbinsel am beschaulichsten auf den vielen ausgeschilderten Wanderwegen. Besonders schön ist der lange Wanderweg am Weststrand und der Rundwanderweg, der über Dünen, durch Kiefernwälder und Schilfgebiete zu den Anlandungsgebieten am Darßer Ort führt. Im Zuge dieser Wanderungen können die Zugvögeln in den vorgelagerten Strandseen beobachtet oder der Leuchtturm und die Fischerkirche besucht werden.
Wer nicht nur Wandern, sondern aktiv den Darß begehen will, dem empfiehlt sich der Nordic-Walking-Park in Born und Wieck oder der Terrainkurwege im Seebad Prerow. Der Gast kann aus neun übersichtlich beschilderten, abwechslungsreichen Routen mit einer Gesamtlänge von 75 Kilometern auswählen.

Ob Wandern, Radfahren, Campen oder Nordic-Walking, die Halbinsel Darß bietet ihren Gästen urtümliche Wälder, lange Sandstrände und eine vielfältige Fauna. Neben Campingplätzen, Kurbädern, Wander- und Radwegen findet der Gast auch ein breitgefächertes kulturelles Angebot.

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